Windpark Wirmighausen

Windenergieprojekt Wirmighausen im Überblick

Referenzen ansehen

Windenergie im Landkreis Waldeck-Frankenberg/Hessen

Die hessische Landesregierung verfolgt das Ziel, bis spätestens 2027 zwei Prozent der Landesfläche für die Nutzung von Windenergie auszuweisen und damit die bundesweit vorgesehene Frist vorzeitig zu erreichen. Der geplante VSB-Windpark Wirmighausen soll mit seiner vorgesehenen Erzeugungsleistung zum Ausbau der Windenergie in Hessen beitragen.

Ihr Partner für Windenergie

Bei der Entwicklung von Erneuerbare-Energien-Projekten legt VSB Wert auf eine sorgfältige Planung sowie einen offenen und transparenten Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern. Gemeinsam mit der nordhessischen Gemeinde Diemelsee sowie im Austausch mit Bürgerschaft, Planungs- und Genehmigungsbehörden entwickelt die VSB Neue Energien Deutschland GmbH das Windparkprojekt im Ortsteil Wirmighausen im Rahmen der geltenden Planungs- und Genehmigungsverfahren.

Zwei Anlagen sind geplant

Der Windpark Wirmighausen ist eines der derzeit geplanten VSB-Projekte. Die Inbetriebnahme ist nach aktuellem Planungsstand für 2027 vorgesehen. Die ausgewiesene Potenzialfläche bietet Platz für zwei Windenergieanlagen der 5,6-MW-Klasse (voraussichtlicher Typ: Vestas V150-6.0 MW) mit einer geplanten installierten Gesamtleistung von 11,2 Megawatt (MW). Auf Grundlage der derzeitigen Planung könnte die erwartete jährliche Stromerzeugung bilanziell dem Stromverbrauch von bis zu rund 7.600 durchschnittlichen Haushalten entsprechen.

Maßnahmen für Natur- und Artenschutz

Im Rahmen des Windparkprojekts Wirmighausen sind Maßnahmen vorgesehen, um Eingriffe in Natur und Landschaft auszugleichen. Dazu soll unter anderem eine Fläche von rund 20.000 Quadratmetern in der Region aufgeforstet werden. Auch Maßnahmen zum Artenschutz sind Bestandteil der Planung. Zum Schutz von Fledermäusen sollen die Windenergieanlagen unter festgelegten Bedingungen zeitweise abgeschaltet werden, beispielsweise in Zeiträumen mit erhöhter Fledermausaktivität.

Finanzielle Beteiligung der Region

Nach der Inbetriebnahme können sich aus dem Betrieb des Windparks Einnahmen für die Standortgemeinde ergeben, unter anderem durch Gewerbesteuer. Zusätzlich sollen die Gemeinden Diemelsee und Twistetal sowie die Stadt Korbach, die im relevanten Umkreis der Anlagen liegen, nach § 6 EEG finanziell beteiligt werden. VSB sieht hierfür eine Beteiligung von 0,2 Cent je erzeugter Kilowattstunde Strom vor. Abhängig vom tatsächlichen Stromertrag können sich daraus nach derzeitiger Berechnung jährlich rund 30.000 bis 35.000 Euro je Windenergieanlage für die beteiligten Kommunen ergeben.

 

Plangebietskarte für das Windpark-Projekt Wirmighausen. Die beiden neuen Anlagen tragen die Bezeichnungen "WEA01" und "WEA02" (in Rot).

Wie ist der aktuelle Stand, was passiert als Nächstes? Im Sommer 2026 soll die Bauphase unseres Projekts starten – bis dahin laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) stimmen wir aktuell die nächsten Schritte zur Bauvorbereitung ab. Parallel dazu arbeiten wir an der Einholung aller erforderlichen Genehmigungen für den Bau der Kabeltrasse bis zum Umspannwerk Korbach. Ein weiterer wichtiger Meilenstein: Der vertragliche Abschluss zur Beteiligung der Standortgemeinden an den Erträgen des Windparks gemäß § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist in Vorbereitung. Damit schaffen wir die Grundlage für eine faire Teilhabe und einen transparenten Projektfortschritt.

Kurz und knackig - das ist der aktuelle Projektablaufplan

  • 2017: Standortauswahl und Prüfung der planungsrechtlichen Kriterien
  • 2019: Einreichung des Genehmigungsantrages nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
  • 2024: Erhalt der Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
  • Februar 2025: Teilnahme am Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur
  • 2026: Beginn der Errichtung der Windparks
  • 2027: voraussichtliche Inbetriebnahme des Windparks Wirmighausen

So entsteht der Windpark Wirmighausen

Ein Windpark entsteht nicht von heute auf morgen. Planung, Genehmigung und Bau umfassen zahlreiche aufeinander abgestimmte Schritte und erfordern eine sorgfältige Projektentwicklung und -umsetzung. VSB bringt hierfür langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Realisierung von Windenergieprojekten ein.

Doch wie läuft der Bau des Windparks Wirmighausen konkret ab? Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Projektphasen und den aktuellen Stand des Projekts.

Projektablaufplan und aktueller Stand Windpark Wirmighausen

Was macht das Projekt Wirmighausen so besonders?

Das Windenergieprojekt Wirmighausen unterscheidet sich in mehreren Punkten von klassischen Windenergieprojekten – sowohl in der Planung als auch in der Umsetzung. Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die enge Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die als Eigentümerin der Flächen eine wichtige Rolle einnimmt. Auch die Lage der beiden geplanten Windenergieanlagen ist besonders: Sie befinden sich auf dem Areal eines ehemaligen militärischen Waffendepots mit Bunkeranlagen, das heute zivil genutzt wird.

Das Gelände dient inzwischen als gewerbliche Nutzfläche – unter anderem für externe Mieter, die dort Materialien umschlagen, mit LKW an- und abtransportieren oder Werkstätten in den ehemaligen Bunkern betreiben. Die vorhandene Infrastruktur und die bestehende Nutzung ermöglichen es, die Windenergieanlagen in die bereits genutzte Fläche zu integrieren.

Konversionsflächen bringen besondere Anforderungen mit sich und erfordern eine flexible Projektplanung. Für die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort wurden entsprechende Lösungen entwickelt:

  • Naturschutz & Artenvielfalt: Trotz der früheren militärischen Nutzung haben sich auf Teilen des Geländes sensible Biotope entwickelt, die bei der Planung entsprechend berücksichtigt werden.
  • Zugang & Logistik: Der Ausbau und die Reaktivierung von Wegen erfolgen unter Berücksichtigung der vorhandenen Strukturen und weichen teilweise von Standardlösungen ab.
  • Kommunikation & Behördenkoordination: Die Nutzung bundeseigener Flächen erfordert eine enge Abstimmung mit verschiedenen öffentlichen Stellen und macht die Planungsprozesse entsprechend komplex.

Das Projekt Wirmighausen zeigt damit beispielhaft, wie Windenergieprojekte auf bereits genutzten Flächen entwickelt und an die besonderen Gegebenheiten des Standorts angepasst werden können.

So profitieren Grundeigentümer von einer Zusammenarbeit mit der VSB

Der weitere Ausbau der Windenergie in Deutschland benötigt neben geeigneten politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ausreichend verfügbare Flächen. Landwirtschaftlich genutzte Acker- und Weideflächen sowie Wirtschaftswälder können aufgrund ihrer Größe für die Entwicklung von Windenergieprojekten besonders geeignet sein. Für Grundstückseigentümer kann es daher sinnvoll sein, eine mögliche Partnerschaft mit VSB genauer zu prüfen.

  • Das Grundstück bleibt in Ihrem Eigentum: Es findet keine Grundstücksumschreibung statt. Nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Pachtdauer können Sie wieder vollumfänglich über Ihr Grundstück verfügen. Die Windenergieanlagen werden nach Ende ihrer Nutzungsdauer entsprechend den vertraglichen und gesetzlichen Vorgaben zurückgebaut.

  • Weiterhin nutzbare Flächen: Windenergieanlagen beanspruchen für Bau, Fundament, Zuwegung und weitere Infrastruktur nur einen Teil der jeweiligen Fläche. Die umliegenden Flächen können grundsätzlich weiterhin als Acker- oder Weideland beziehungsweise für den Gemüseanbau genutzt werden, soweit dem keine projektspezifischen Einschränkungen entgegenstehen.

  • Rückbau nach Ende der Nutzung: Moderne Windenergieanlagen sind in der Regel etwa 20 bis 25 Jahre in Betrieb. Wird anschließend kein Repowering umgesetzt, werden die Anlagen demontiert und abtransportiert. Auch weitere Bestandteile und nicht mehr benötigte Infrastruktur werden entsprechend den vertraglichen und behördlichen Vorgaben zurückgebaut. Dazu gehören insbesondere Fundament, Bauflächen, Wege und gegebenenfalls Erdkabel. Die betroffenen Flächen werden anschließend wiederhergestellt.

  • Zusätzliche Einnahmen: Die Verpachtung von Flächen für Windenergieanlagen kann Grundstückseigentümern zusätzliche langfristige Einnahmen ermöglichen. Die jeweiligen Konditionen werden transparent im Pachtvertrag geregelt.

Mit VSB als Partner werden auch Kommunen zum Gewinner der Energiewende

Für den weiteren Ausbau der Windenergie werden ausreichend geeignete Flächen benötigt. Kommunen kommt dabei eine wichtige Rolle zu, da im Rahmen der Regional- und Flächennutzungsplanung Flächen für neue Windenergieanlagen ausgewiesen werden. Mit Windenergieprojekten können zugleich wirtschaftliche Effekte und zusätzliche Wertschöpfung vor Ort verbunden sein.

  • Aufträge für regionale Unternehmen: Bereits während der Planung und Errichtung eines Windparks können Aufträge und Dienstleistungen in der Region vergeben werden. VSB berücksichtigt dabei, soweit möglich, regionale Unternehmen für Bau- und Servicedienstleistungen. Dadurch kann ein Teil der mit dem Projekt verbundenen Wertschöpfung in der Region verbleiben.

  • Neue Einnahmequellen: Aus dem Betrieb von Windenergieanlagen können sich für Kommunen Einnahmen aus der Gewerbesteuer ergeben. Diese können für kommunale Aufgaben und Investitionen, beispielsweise in Infrastruktur, Breitbandausbau oder öffentliche Einrichtungen, eingesetzt werden. Zusätzliche Einnahmen können durch die Verpachtung gemeindeeigener Grundstücksflächen entstehen. Mit der EEG-Novelle 2021 wurde zudem die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung betroffener Kommunen eingeführt. Diese ist heute in § 6 EEG geregelt und ermöglicht unter den dort festgelegten Voraussetzungen eine Beteiligung von bis zu 0,2 Cent je erzeugter Kilowattstunde Strom.

  • Beschäftigung und regionale Wirtschaft: In der Windenergiebranche sind deutschlandweit mehr als 100.000 Menschen beschäftigt. Windenergieprojekte sind mit Investitionen in Planung, Bau, Betrieb und Service verbunden und können dadurch Aufträge für Unternehmen sowie Beschäftigungsmöglichkeiten in der jeweiligen Region unterstützen.

So entsteht der Windpark Wirmighausen - der Projektfortschritt in Bildern

Frühjahr 2025: Noch in diesem Jahr beginnt VSB mit den Bauvorbereitungen für zwei Windenergieanlagen in der nordhessischen Gemeinde Diemelsee.

energy for you