VSB Frankreich veröffentlicht Charta für Agri-PV-Projekte
Presse / Nîmes (Frankreich) / 24.09.2026
Anlässlich der dritten Ausgabe der „Rencontres de l’Agrivoltaïsme“ veröffentlicht VSB Frankreich erstmals eine eigene Charta für die Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Agri-PV. Damit unterstreicht der Erzeuger erneuerbarer Energien seinen Anspruch, Agri-PV verantwortungsvoll weiterzuentwickeln und zugleich sein Portfolio aus Windenergie und Photovoltaik ausgewogen auszubauen.
Agri-PV: Landwirtschaft und Energieerzeugung sinnvoll verbinden
Die Landwirtschaft steht zunehmend vor wirtschaftlichen und klimatischen Herausforderungen. Agri-PV kann dazu beitragen, landwirtschaftliche Betriebe langfristig zu stärken, zusätzliche Einkommensperspektiven zu schaffen und zugleich Flächen sinnvoll zu nutzen, die beispielsweise aufgrund schwieriger werdender Wetterbedingungen weniger ertragreich sind.
Damit landwirtschaftliche Nutzung und Stromerzeugung dauerhaft erfolgreich nebeneinander bestehen können, müssen Agri-PV-Projekte jedoch eng auf die jeweiligen Betriebsabläufe abgestimmt werden. Eine frühzeitige und transparente Zusammenarbeit zwischen Projektentwicklern und Landwirten ist deshalb entscheidend.
Genau hier setzt die neue Agri-PV-Charta von VSB Frankreich an. Sie schafft bereits zu Beginn eines Projekts einen verbindlichen Rahmen für die Zusammenarbeit und beschreibt zentrale Schritte von der Entwicklung bis zum späteren Betrieb der Anlage. Gleichzeitig berücksichtigt sie die Anforderungen der französischen Gesetzgebung, nach der die landwirtschaftliche Nutzung weiterhin im Mittelpunkt stehen muss.
Die Charta soll klare Regeln für alle Beteiligten schaffen und die Zusammenarbeit transparent gestalten – unter anderem bei Fragen zu Sicherheit, Flächenzugang, Zeitplanung und regulatorischen Anforderungen. Ziel ist es, mögliche Herausforderungen frühzeitig zu berücksichtigen und sowohl die landwirtschaftliche Tätigkeit als auch den langfristigen Betrieb der Agri-PV-Anlage abzusichern.
Agri-PV-Kompetenz gezielt ausbauen
Der Ausbau der Agri-PV-Aktivitäten ist Teil der Strategie von VSB Frankreich, Windenergie und Photovoltaik künftig ausgewogen im Projektportfolio zu entwickeln. Im Bereich Agri-PV konzentriert sich VSB dabei insbesondere auf Projekte in der Viehhaltung und im großflächigen Ackerbau in ganz Frankreich.
Parallel dazu baut VSB Frankreich die entsprechende Expertise innerhalb der eigenen Teams gezielt aus. Mitarbeitende, die bislang schwerpunktmäßig im Bereich Windenergie tätig waren, werden für neue Aufgaben im Agrar- und Agri-PV-Umfeld qualifiziert. Darüber hinaus hat das Unternehmen spezielles finanzielles und rechtliches Know-how für die Entwicklung von Agri-PV-Projekten aufgebaut.
„Landwirte sind Unternehmer und daran gewöhnt, ihre Betriebe und Arbeitsweisen an neue Rahmenbedingungen anzupassen. Gleichzeitig arbeiten sie häufig in jährlichen oder mehrjährigen Zyklen. Umso wichtiger ist es, gemeinsam frühzeitig zu planen, wie sich ein Agri-PV-Projekt sinnvoll in die bestehenden Betriebsabläufe integrieren lässt“, erklärt Maël Lagarde, Geschätsführer von VSB Frankreich.
„Für Landwirte ist außerdem entscheidend, dass die Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlicher und energetischer Nutzung transparent geregelt ist. Genau dafür haben wir unsere Charta entwickelt: Sie schafft Klarheit, greift zentrale Fragestellungen frühzeitig auf und bildet eine verlässliche Grundlage für die gemeinsame Umsetzung.“
*Die dritte Ausgabe der „Rencontres de l’Agrivoltaïsme“ findet am 24. September 2026 am Sitz der Chambres d’agriculture France in Paris statt. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Umsetzung von Agri-PV-Projekten, agronomisches Monitoring, Versicherungsfragen, Netzanschluss und Stromspeicherung
